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8. GVS-Fachtagung "Erdgas als Kraftstoff"

Öffentlicher Personennahverkehr – Flottenbetreiber – Händlerschulungen - Immer mehr Autofahrer setzen auf Erdgas als Kraftstoff – gleichzeitig wird das Erdgas-Tankstellennetz immer dichter. Aus ganz Baden-Württemberg trafen sich auf Einladung der GasVersorgung Süddeutschland GmbH (GVS), Stuttgart, über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum 8. GVS-Erfahrungsaustausch „Erdgas als Kraftstoff“. Sowohl Stadtwerke als auch die Automobilbranche und Hersteller von Tankstellen waren vertreten.

8. GVS-Fachtagung "Erdgas als Kraftstoff"

8. GVS-Fachtagung "Erdgas als Kraftstoff"

Rust/Stuttgart – 18. Juli 2008: GVS-Projektleiter Michael Kronenbitter zog bei seiner Begrüßung eine durchaus kritische Bilanz: Weltweit sind mehr als 8,7 Millionen Erdgasfahrzeuge unterwegs; die meisten Erdgasauto gibt es mit 1,7 Millionen in Argentinien. In Europa steht Italien mit 433. 000 Erdgasfahrzeugen auf Platz eins – dagegen machen sich die rund 68.000 Erdgasautos auf Deutschlands Straßen sehr bescheiden aus. „Wir spüren eine deutliche Nachfragesteigerung. Je weiter die Spritpreis steigen, desto attraktiver wird Erdgas.“ 
 
Inzwischen sind in Baden-Württemberg 92 Erdgas-Tankstellen in Betrieb und dort wurden im vergangenen Jahr rund 130 Millionen Kilowattstunden Erdgas abgesetzt; bundesweit ist das Tankstellennetz für Erdgas auf rund 780 angewachsen. Bis Ende 2009 soll die Zahl 1000 geknackt werden. 
 
Kronenbitter forderte alle Teilnehmer auf, besonders die Umwelt – und Kostenvorteile beim Erdgasantrieb noch transparenter zu machen: „Das neue Geschäftsfeld muss weiter aktiviert werden. Nicht nur die Anzahl der Tankstellen, sondern auch die Technik hat einen Standard erreicht, auf dem wir aufbauen können. Um jedoch die Tankstellen auslasten zu können, müssen wir gemeinsam dafür Sorge tragen, dass genügend Fahrzeuge mit Erdgasantrieb auf die Straße kommen.“ 
 
In die gleiche Kerbe schlug Maik Hendler vom Initiativkreis Erdgas als Kraftstoff (IEK). Er forderte alle auf, den Nachfragedruck zu erhöhen, Werbung zu koordinieren und motiviert im neuen Absatzgebiet zu agieren. Der IEK sieht seine zentralen Aufgaben vor allem darin, den Gasabsatz zu steigern, Schwachstellen zu analysieren sowie aktive Informations- und Lobbyarbeit zu leisten. Auch die Fahrzeugentwicklung ist von großer Bedeutung. Besonders die zahlreichen Flottenbetreiber stehen im Fokus. Ob Kurierdienste, Gebäudereiniger, Pflegedienste oder Taxi-Betriebe, sie alle profitieren gleichermaßen vom preiswerten und schadstoffarmen Kraftstoff. „Wir müssen die verschiedenen Marktpartner abholen und mit „ins Boot“ nehmen. Bleiben Sie Unternehmer – werden Sie nicht zu Unterlassern!“, forderte der IEK-Vertreter mit Nachdruck. 
 
Ob Erdgas im ÖPNV, ein erster Erfahrungsbericht über 25 Erdgasbusse für Ravensburg – von der Idee bis zur Umsetzung - , die Weiterentwicklung der Erdgas-Tankstellentechnik sowie der Einfluss der Politik waren umfassend diskutierte Themen. Klare Wünsche und Forderungen nach mehr Fahrzeugmodellen gingen beim Podiumsgespräch an die Vertreter der Autohersteller Daimler, Fiat, Opel und Volkswagen. Denn darin waren sich alle Tagungsteilnehmer einig: Wir müssen „Gas geben“, damit Erdgasfahrzeuge weiter „Fahrt aufnehmen“. 
 
Anmerkung an die Redaktion 
Rückfragen richten Sie bitte an: 
GasVersorgung Süddeutschland GmbH  
Angela Grether 
Medienreferentin 
Tel.: +49 (0) 711 7812 1322 
Fax: +49 (0) 711 7812 1480 
E-Mail: a.grether@gvs-erdgas.de

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