Presse

Renaturierung der Radolfzeller Aach - Gasleitung wird verlegt

Naturnahe Mäanderung im Rahmen des wasserwirtschaftlich-ökologischen Konzepts - Für die Renaturierung der Radolfzeller Aach im Bereich des Singener Stadtteils Beuren und der Gemeinde Volkertshausen legt die GasVersorgung Süddeutschland GmbH (GVS), Stuttgart, rund 200 Meter der Gashochdruckleitung um.

Renaturierung der Radolfzeller Aach - Gasleitung wird verlegt

Renaturierung der Radolfzeller Aach - Gasleitung wird verlegt

Stuttgart/Beuren/Volkertshausen: Am 25. Juni beginnen die erforderlichen Baumaßnahmen an der Bodenseeringleitung, die bei entsprechender Witterung bis Ende September abgeschlossen sein werden. Während des Tiefbaus sowie der Verlegung und der Einbindung des neuen Teilstücks ist die Erdgasversorgung der Haushaltskunden sowie für die angeschlossenen Gewerbe- und Industriebetriebe sichergestellt. Hintergrund der Maßnahme ist das wasserwirtschaftlich-ökologische Entwicklungskonzept des Regierungspräsidiums Freiburg. Dabei wird sich seit 1999 der rund 20 Meter breite Flusslauf der Aach sich selbst überlassen , so dass diese wieder eine weitgehend naturnahe Mäanderung aufnehmen kann.

Die im Jahre 1969 gebaute Erdgasleitung der GVS quert die Aach nördlich von Beuren. 50 Meter oberhalb der bestehenden Leitungsquerung, dem sogenannten Flussdüker, hat die Radolfzeller Aach bereits ihr ursprüngliches Bett verlassen und sich eigendynamisch einen neuen Verlauf gesucht. „Das wiederum beeinträchtigt mittelfristig den sicheren Betrieb unserer Erdgasleitung“, erläutert GVS-Geschäftsführer Dr. Jörg Burkhardt die erforderlichen Arbeiten. „Wir werden die Flussquerung der Pipeline deutlich ausdehnen und dabei den Düker außerdem tiefer legen. Kostenpunkt der Umlegung: rund 500.000 Euro.“ Durch die Baumaßnahme ändert sich weder der Leitungsdurchmesser von 250 Millimeter (DN 250) noch die Druckstufe von 67,5 bar. „Die Arbeiten im Naturschutzgebiet sind eine besondere Herausforderung für die Techniker“, betont GVS-Projektleiter Wolfgang Pfister. Bereits im Sommer 2006 stellte die GVS den Behörden und den Kommunen sowie den Vertreter des Naturschutzes die Planungen vor. Auch die Grundstückbesitzer wurden rechtzeitig eingebunden. Dabei wurde von allen Beteiligten besonders anerkannt, dass die Maßnahme im Sinne des Naturschutzes ist und zur weiteren naturnahen Entwicklung des Aachtales beiträgt.

Umverlegt wird die Erdgaspipeline in offener Bauweise, da die sandigen und kiesigen Böden im Aachtal das Spülbohrverfahren ausschließen. Ein spezielles, 160 Meter langes Leitungsstück wird in seiner Form genau auf das Profil der Aach abgestimmt. Aus Gründen der Stabilität umgibt das sechs Millimeter starke Stahlrohr ein fester Betonmantel, der gleichzeitig auch den Auftrieb verhindert. Mit einer Seilwinde wird das 50 Tonnen schwere Leitungsstück in den Leitungsgraben eingezogen, wobei das hoch anstehende Grundwasser nicht abgepumpt wird. Anschließend verschweißen Fachmonteure an beiden Seiten den Düker mit der bestehenden Erdgasleitung. Zuvor überprüfen Ingenieure des TÜV mit 130 bar Wasserdruck die Gasleitung auf Festigkeit und Dichtheit. Das entspricht dem doppelten Druck, mit dem die Pipeline später betrieben wird.

Über die 50 Kilometer lange Bodenseeringleitung von Pfullendorf über Stockach bis in den Schweizer Raum werden große Erdgasmengen sicher, schnell und wirtschaftlich in die Region transportiert. Gleichzeitig ist dies ein äußerst umweltschonender Weg der Energieversorgung. Darüber hinaus können die Felder und Wiesen können nach der Einbindung des Dükers nahezu ohne Einschränkungen wieder genutzt werden.

HINTERGRUND

Die GasVersorgung Süddeutschland zählt zu den großen Gasgesellschaften in Deutschland und beliefert Stadtwerke, regionale Gasversorger, Industriebetriebe und Kraftwerke im In- und Ausland mit Erdgas. 2006 lag der Gasabsatz bei rund 71,2 Milliarden Kilowattstunden. GVS betreibt ein 1967 Kilometer langes Gashochdrucknetz und profitiert von über 45 Jahren Erfahrung im Gashandel und Gastransport. Im Unternehmen arbeiten 247 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gesellschafter sind die EnBW und der italienische Energiekonzern Eni.

Anmerkung an die Redaktion: Rückfragen richten Sie bitte an:

Angela Grether, Medienreferentin der GasVersorgung Süddeutschland GmbH

Tel.: +49 (0) 711 7812 1322; grether@gvs-erdgas.de

a
Back to Top