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Gasleitung durchquert die Erms bei Metzingen

Landschaft nahezu vollständig wieder hergestellt - Kreuzen Gasleitungen Flüsse, so sind besondere technische Maßnahmen erforderlich. Die GasVersorgung Süddeutschland GmbH (GVS), Stuttgart, ersetzte die oberirdische Rohrbrücke im Bereich Metzingen/Riederich durch einen Düker im Untergrund und schloss nun den aufwändigen Bau erfolgreich

Gasleitung durchquert die Erms bei Metzingen

Gasleitung durchquert die Erms bei Metzingen

Stuttgart/Metzingen:  „Besonders durch massiven Fels und starken Wasserandrang stellte die Ermsquerung in der Nähe von Metzingen eine Herausforderung für die Techniker dar“, betonte GVS-Projektleiter Erhard Friedrich. Die ursprüngliche Landschaft ist nahezu vollständig wieder hergestellt. Im kommenden Frühjahr sind noch weitere Pflanzungen vorgesehen.

Beim Bau der Schwarzwaldleitung vor über 40 Jahren, mit der in der Region das Erdgaszeitalter begann, wurde die Erms mit einer Rohrbrücke überquert. „In den vergangenen Jahren gab es häufiger Hochwasser. „Wir analysierten für alle Rohrbrücken im Bereich des GVS-Transportsystems die möglichen Gefahren;“ verdeutlichte Rainer Höck, Leiter der GVS-Betriebsanlage Deißlingen. „Insbesondere bei starken Regenfällen im Frühjahr standen diese Bereiche unter besonderer Beobachtung. Abhilfe konnte nun mit einer Spezialkonstruktion, dem Erms-Düker, geschaffen werden,“ so Höck weiter. Dazu fertigte die Fachfirma Bohlen & Doyen ein Leitungsstück an, das in seiner Form genau auf das Profil der Erms abgestimmt war. Aus Gründen der Stabilität umgibt das sieben Millimeter starke Stahlrohr ein fester Betonmantel, der gleichzeitig auch den Auftrieb verhindert. Zwei Autokräne senkten das 35 Meter lange und 16 Tonnen schwere Leitungsstück in die herausgemeißelte Rinne. Anschließend verschweißten Fachmonteure an beiden Ufern den Düker mit der Schwarzwaldleitung. Zuvor testeten Ingenieure des TÜV mit 105 bar Wasserdruck die Gasleitung. Das entspricht mehr als dem doppelten Betriebsdruck, mit dem die Pipeline betrieben wird.

Über die 186 Kilometer lange Schwarzwaldleitung von Offenburg über Villingen-Schwenningen bis in den Raum Stuttgart werden große Erdgasmengen sicher, schnell und wirtschaftlich in die Region transportiert. Gleichzeitig ist es ein äußerst umweltschonender Weg der Energieversorgung. Und die Felder und Wiesen können nun nach der Einbindung des Erms-Dükers nahezu ohne Einschränkungen wieder genutzt werden. Das Fazit von Erhard Friedrich: „Von der Baumaßnahme ist fast nichts mehr zu sehen, die ersten Grashalme sprießen bereits!“

HINTERGRUNG
Die GasVersorgung Süddeutschland GmbH (GVS) zählt zu den großen deutschen Gasgesellschaften und bringt seit über 45 Jahren als leistungsfähiger Partner der Stadtwerke und der Industrie Erdgas umweltschonend und zuverlässig ins Land. Seit der Gründung im Jahre 1961 wurden flächendeckend alle Regionen Baden-Württembergs mit einem rund 1900 Kilometer langen Fernleitungsnetz erschlossen. Die GVS beliefert Kunden in rund 750 Städten und Gemeinden des Landes sowie in Österreich, der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein.

Anmerkung an die Redaktion: Rückfragen richten Sie bitte an:
Angela Grether, Medienreferentin der GasVersorgung Süddeutschland GmbH
Tel.: +49 (0) 711 7812 1322; grether@gvs-erdgas.de

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