News

21.01.2010

Helmut Oehler wird neuer Geschäftsführer der GVS

Personalnachrichten

GasVersorgung Süddeutschland

Stuttgart – 21. Januar 2010: Helmut Oehler (48),... mehr


14.01.2010

GVS Erdgas-Schüler-Cup schreibt Erfolgsgeschichte im Radsport

Nachwuchsförderung: Landesweite Radrennserie geht ins 13. Jahr

Wettbewerb gilt bundesweit als... mehr


18.12.2009

GVS ist Partner der BDEW-Imagekampagne Erdgas

GVS ist Partner der BDEW-Imagekampagne Erdgas, die bereits im Dezember 2009 startete. Mit dabei... mehr


Wie findet man Lagerstätten?

Darstellung der seismischen Reflektionsmessung

Mit Hilfe der seismischen Reflektionsmessung kann der Schichtenbau des Untergrundes bis in mehrere tausend Meter Tiefe erkundet werden. Geologische Strukturen werden so sichtbar, z. B. die Lage und Mächtigkeit (Dicke) oder Aufwölbungen von Gesteinsschichten. Das Prinzip der seismischen Reflektionsmessung besteht darin, mittels einer Energiequelle Schallwellen in den Untergrund zu senden, an Schichtgrenzen werden diese Schallwellen reflektiert und durch so genannte Geophone (auf dem Land) oder Hydrophone (im Wasser) an der Erd- bzw. Wasseroberfläche registriert. Die Signale werden in Seismogrammen dargestellt. Diese Seismogramme werden dann von Spezialisten, den Geologen und Geophysikern, interpretiert.

Gesteinsschichten, die Erdgas und Erdöl enthalten können, werden so erkannt und geeignete Punkte für eine Bohrung bestimmt.

 

Erschließen und fördern. Und bis in die Region transportieren.

Wer Erdgas sucht, der muss Erkundungsbohrungen vornehmen. Um die Kosten niedrig zu halten, setzt man vorab seismische, gravimetrische und erdmagnetische Erkundungsverfahren ein. Eine Probebohrung bringt Gewissheit darüber, ob sich die Förderung in einem bestimmten Gebiet lohnt. Verläuft der Test erfolgreich, wird das Loch für die künftige Produktion vergrößert. Damit beginnt die eigentliche Förderung. Um eine gute Ausbeute zu erreichen, führt man Sprengladungen durch das Steigrohr bis in die Lagerstätte. Dort gezündet, brechen sie feine Ritzen und Löcher in das gasführende Gestein und steigern somit die Gasfreisetzung. Für die Erdgasgewinnung unter dem Meeresboden werden riesige Bohrinseln gebaut, die mit bis zu 100 Meter langen Stützpfeilern auf dem Grund verankert sind.

Erdgas unterwegs. Per Pipeline oder Tankschiff.

In 80 Prozent der Fälle wird das Erdgas über Pipelines zum Verbraucher transportiert. Allerdings ist es auch möglich, das Gas bei minus 162 Grad Celsius zu verflüssigen und mit Tankschiffen zu verschicken. Das verflüssigte Gas nimmt nämlich nur noch 1/600stel seines Ausgangsvolumens ein. So kann ein Tankschiff eine Gasmenge transportieren, die rund eine Viertelmillion Einwohner ein Jahr lang mit Erdgas versorgt. Gigantische Pipelinesysteme verbinden die Fundorte in der Nordsee mit denen in Sibirien und Nordafrika und schaffen so das europäische Fernleitungsnetz. Verdichterstationen sorgen für den notwendigen Druck, damit das Erdgas in ein Netzwerk örtlicher Leitungen eingespeist werden kann, die dann bis zu den Hausanschlüssen reichen.

Durch Gasleitungen. In Erdgasspeicher.

Rechnet man alleine die Längen aller in Deutschland vorhandenen Gasleitungen zusammen, so reicht die Gesamtstrecke von rund 340.000 Kilometern rund achtmal um den Erdäquator. Der Erdgasverbrauch in Deutschland ist allerdings nicht konstant, sondern unterliegt saisonalen Schwankungen. Bei schwankendem Tagesbedarf ist ein kleiner oberirdischer Speicher zum Ausgleich ausreichend. Um jahreszeitlich bedingte Schwankungen zu nivellieren, sind allerdings größere Erdgasspeicher nötig. In Deutschland werden die Erdgasvorräte in insgesamt 31 Untergrundspeichern gelagert, die rund 11,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas enthalten.